Sommershooting in Südafrika: Claire’s Reisetagebuch
Samstag: Auf an die Südspitze Afrikas! Mit dem Flieger geht‘s von Berlin-Tegel nach Kapstadt.
Sonntag: Ankunft in Kapstadt, es ist noch früh am Morgen. Zum Glück kommen alle 5 Koffer gefüllt mit unserer Sommerkollektion durch den Zoll. Am Flughafen werden Ben und ich von Gui, dem Produzenten des Shootings, abgeholt und fahren gemeinsam zum Hotel. Dort angekommen beginnt Assistentin Natalie bereits eifrig, die Sachen auszupacken und für das Shooting zu sortieren. In der Zwischenzeit sammeln wir Fotograf Robbert und Stylistin Siri ein und starten mit der Besichtigung der verschiedenen Locations. Insgesamt sechs hatte Robert im Vorfeld ausgesucht. Nun stehen wir vor der Qual der Wahl, denn letztlich sind alle atemberaubend schön. Schweren Herzens entscheiden wir uns für drei Locations: Eine mediterrane Landhaus-Villa, ein wunderschönes Haus mitten in Kapstadt und ein Sommer-Strandhaus direkt am Atlantik. +++ 18.30h: Wir fahren zurück ins Hotel und gönnen uns eine kurze Erfrischung. Noch steht das Modelcasting auf dem Programm. Uns wird eine Auswahl an internationalen Models vorgestellt, letztendlich entscheiden wir uns für die bezaubernde Alessandra aus Italien +++ Später am Abend: Schnell noch einen Happen im Restaurant um die Ecke und schon falle ich ins Bett.
Montag: 8 Uhr morgens, Abfahrt zur ersten Location, das Shooting beginnt. Die Location ist wirklich atemberaubend – eine Villa mit mediterranem Flair, dazu ein wunderschöner Garten und (was will man mehr?) ein traumhafter Ausblick auf den Tafelberg. Wir erfahren, dass der Besitzer nicht irgendwer, sondern der ehemalige Herausgeber der Elle Decoration South Africa ist. Beim Rundgang durch die Villa fällt mir auf, dass die Einrichtung viel Liebe zum Detail aufweist und sich in allen Winkeln des Hauses kleine Schmuckstücke verstecken. Aber zum Staunen bleibt wenig Zeit, wir müssen uns mit dem Aufbau des Settings beeilen, bevor das Licht sich dreht. Den Charme des mediterranen Innenhofes nutzen wir, um unsere klassischen Kollektionen zu fotografieren – von der Kollektion Cordes shooten wir den weißen Tischläufer auf einem rustikalen Holztisch, für die Inszenierung des Bettwäsche-Sets wählen wir das Outdoor-Bett, das vor einer alten Mauer steht und perfekt zum zeitlosen Design der Kollektion passt. Besonders begeistert bin ich von der Hängematte aus Holz, auf der wir unsere Leinen-Bettwäsche Beaulieu drappieren. Ein weiteres Highlight des Hauses: Das Badezimmer mit Vintage-Flair, wo wir die Baumwoll-Handtücher aus der Kollektion Tocha in Szene setzen.
Dienstag: Und täglich grüßt das Murmeltier – wir starten wieder um 8 Uhr morgens. Ich bin immer noch begeistert von der zweiten Location, einem wunderschönes Haus mitten in Kapstadt. Gui erzählt mir, dass das Haus einem ehemaligen Fotografen gehöre. Mit seinem weißen Anstrich und der modernen und minimalistischen Einrichtung eignet es sich perfekt für unsere luxuriöse Bettwäsche-Kollektionen. Im Haus entdecken wir ein Zimmer, das einen wunderschönen Ausblick auf den Swimmingpool und die Natur bietet. Hier shooten wir das Satinbettwäsche-Set aus der Kollektion Augusta und kombinieren den weißen Bettdeckenbezug mit den warmen Brauntönen der Kaschmirdecke Kulan. Weiter hinten im Garten gibt es eine Outdoor-Badewanne, geschützt von einem Dach aus Baumstämmen und auswuchernden Efeuranken – ideal für ein weiteres Bade-Setting. Nach dem gemeinsamen Mittagessen muss sich Ben auf den Weg zum Flughafen machen, der Flieger nach Berlin und der normale Joballtag wartet.
Mittwoch: Unser letzter Arbeitstag bricht an. Wir shooten in unserer dritten Location, dem Strandhaus, welches eine Stunde entfernt von Kapstadt direkt am West Beach liegt. Ein klassisches, weißes Sommerhaus aus Holz, schlicht aber stilvoll eingerichtet, die windgefegte Atlantikküste unmittelbar vor der Haustür – ein Traum! Ich möchte hier leben!
Heute ist der härteste Tag, der Zeitplan ist eng. Es ist Alessandras letzter Arbeitstag und die Liste mit den Motiven, die wir fotografieren wollen, ist sehr lang. Deshalb starten wir bereits um 6.30 Uhr in aller Früh und fahren im Konvoi zum Strandhaus. Es ist ein wunderschöner Sommertag, doch leider sehr windig am Strand. Man spürt, dass sich der Sommer langsam dem Ende neigt. Als unser Make-Up Artist Laura gerade Alessandra in die Maske ruft, bemerken wir: Mist, wir haben das Kinderbett in Kapstadt vergessen! Seufz! Gui (der Engel) fährt zurück, um es zu holen. In der Zwischenzeit versuchen wir zu improvisieren und kleinere Settings vorzubereiten.
Gui’s Assistent Pele bemalt bereits mehrere Bambusstämme für das finale Shooting des Bettes am Strand. Schon bei der Besichtigung ein paar Tage zuvor war ich mir sicher, dass unsere edle blau-weiß gestreifte Satinbettwäsche Nashua sowie die Hamam-Badetücher und Bademäntel sehr gut zum Flair des Strandhauses passen. Auch die Kinderbettwäsche Vanino fügt sich wunderbar in die maritime Umgebung ein. Als Siri die Tischdecke aus der Kollektion Hanstholm auf dem Terassentisch arrangiert und Robbert mich einen ersten Blick auf die Aufnahmen werfen lässt, verschlägt es mir fast den Atem: Die Fotos sehen umwerfend aus. Am späten Nachmittag entscheiden wir uns, das warme Licht der Abendsonne auszunutzen, um die letzten drei Settings zu fotografieren. Mit einer Tasse Tee in den Händen warten wir gemeinsam auf den Sonnenuntergang. Plötzlich ziehen schwarze Wolken am Himmel auf und ich verschlucke mich fast an meinem Tee, als ich sehe, dass der Himmel immer dunkler wird. Bitte nicht, denke ich, das soll doch unser schönster Shoot werden. Das Team ist sichtlich enttäuscht. Doch dann: SONNEEE! Alle springen auf und laufen durcheinander, um den kostbaren Moment zu nutzen. Es klappt, ein Glück.
Und auf einmal ist das Shooting vorbei. Wir packen alles zusammen und fahren zurück nach Kapstadt. Was für ein wundervolles Team, denke ich, als ich beim gemeinsamen Abendessen meinen Blick durch die Runde schweifen lasse. Jeder einzelne hatte sich in den vergangenen Tagen unglaublich motiviert gezeigt und jeder wusste genau, was im richtigen Moment zu tun war. Teamwork forever.
Donnerstag: Kurzer Check der Flugtickets – mein Flieger geht um die Mittagszeit. Ich freu mich total, dass Gui mir nach dem Frühstück noch die Wochenmärkte in Kapstadt zeigt. Dort angekommen entdecke ich wunderschöne, handgemachte Textilien aus Somalia und einige Kikoys, deren leuchtende Farben einfach traumhaft sind. Sie haben eine wunderschöne Struktur und ich bin begeistert, als mir erklärt wird, dass man sie – ähnlich wie Hamamtücher – als Schal oder als Badetuch nutzen kann. Ich beschließe, diese für URBANARA zu sourcen. Auf dem Rückweg kaufe ich im Supermarkt noch ein paar Flaschen südafrikanischen Pinotage und mache mich auf den Weg zum Flughafen. Goodbye, Cape Town!
Sara















