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URBANARA
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Im Gespräch mit ADFT-Teilnehmerin Gladys Macharia

In der vergangenen Woche haben wir Ihnen unsere Kooperation mit African Designers for Tomorrow (ADFT) vorgestellt. Ein Wettbewerb, der junge Design-Talente aus Afrika ins Rampenlicht rückt und den Farbreichtum und die Vielseitigkeit des Kontinents aufzeigt. URBANARA ist in diesem Wettbewerb Juror und zudem Mentor im Bereich Wohnen. Heute stellen wir Ihnen die zweite der drei Favoritinnen vor.

Gladys Macharia ist gebürtige Kenianerin, absolvierte ein Modedesign-Studium und eine Ausbildung zur Goldschmiedin in Florenz. Seit 2011 lebt sie wieder in ihrer Heimat – Ihre Muse ist die Vielfalt Ostafrikas. Diese inspiriert sie zu grafischen Mustern, Linien und Formen, zu finden in der Kollektion, die sie im Bereich Wohnen in den Wettbewerb einbringt.

Sie sind eine von drei Favoritinnen des Design-Wettbewerbs ADFT. Woran arbeiten Sie und wie unterscheidet sich der Stil von Ihren Arbeiten als Schmuckdesignerin?

Ich arbeite an einer Kollektion für die Küche, die aus Tischläufern, Tischsets, Servietten und Schalen besteht. Es ist eine Frühling/Sommer-Kollektion und ich benutze dafür leichte Baumwolle und Leinen, die in Kenia angebaut werden. Ich hatte schon immer eine heimliche Leidenschaft für Wohndesign, Inneneinrichtung und Architektur, aber die Arbeit darin unterscheidet sich schon sehr von meinem bisherigen Erfahrungsschatz als Schmuckdesignerin. Da hatte ich das Glück, in den letzten drei Jahren mit einem sehr erfahrenen und großartigen Team zusammenzuarbeiten. Das macht vieles leichter. Ich konnte allerdings auch für den Wettbewerb ein tolles Team organisieren.

Modedesignerin Gladys Macharia

Ihr Schmuck ist von den Farben und Landschaftsformen Ostafrikas inspiriert. Können Sie Ihren Stil näher beschreiben?

Der Name meiner Schmuckmarke ist Loyangalani, benannt nach einem Ort in Nordkenia, in dem ich aufgewachsen bin. Der Ort ist umgeben von Wüsten, blauen Bergen und grünen Ebenen – eine Landschaft, die mich inspiriert und auch das Design meiner Kollektionen mitbestimmt. Ich verwende gerne natürliche Materialien wie Ebenholz, Rosenholz oder Kuhhorn, die ich mit Edelsteinen, gegossenem Silber und Perlen dekoriere. So spiegeln sich der Reichtum und die Natur meiner Heimat in meinen Kollektionen wider.

Ihre Collage „Organic textures & natural shapes“ verbindet Texturen und Formen miteinander. Welche Rolle spielen diese beiden Komponenten bei Ihrem Schmuckdesign?

Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich dabei bin

Texturen und Formen spielen für mich eine sehr große Rolle. Ich frage mich immer, wie sich das Schmuckstück auf der Haut anfühlt. Ob es bequem anliegt und sich der Anatomie anpasst. Ich mische gerne warme Hölzer mit kühlen Steinen und achte auf das Gleichgewicht von Formen.

Die Vision der Gründerin Waridi Schrobsdorff ist, das Bild Afrikas in den Köpfen der Menschen zu ändern und aufzuzeigen, wie vielfältig und kreativ Afrika sein kann. Was möchten Sie mit der Teilnahme erreichen?

Die Arbeit an einer komplett neuen Design-Kategorie hat mir Lücken im lokalen Markt aufgezeigt. Ich glaube, wir sollten verstärkt in unsere lokale Handwerkskunst investieren. Ich würde gerne Ostafrika zeigen, dass die Entwicklung und Produktion von Haushaltswaren eine große Rolle für unser tägliches Leben und unsere Identität spielen kann. Ich finde es wichtig zu wissen, woher die Baumwolle stammt und wer der kreative Kopf hinter neuen Produkten ist. Mein persönliches Ziel ist, mit diesem Wettbewerb und den neuen Erfahrungen zu wachsen und meine Erfahrungen an den Kreativstandort Kenia abzugeben

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