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Im Gespräch mit ADFT-Teilnehmerin Sisi King

Afrika ist so bunt und vielfältig, voller Ideen und junger Talente. Die Kooperation African Designers for Tomorrow (ADFT) setzt genau diese Kreativität und den Facettenreichtum Afrikas in den Fokus. Die Gewinner designen für ihre Mentoren eine eigene Kollektion und erhalten so die Chance, den europäischen Markt zu erobern.

Die dritte und letzte Finalistin unseres Wettbewerbs im Bereich Wohnen ist Sisi King. Sie und ihre Schwester Elle haben kenianische und britische Wurzeln, lieben Mode und Design und gründeten zusammen das Accessoire-Label ZikoAfrica. Ihre Accessoires sind sowohl afrikanisch als auch europäisch beeinflusst und werden in Kenia gefertigt.

Sie sind eine von drei Finalistinnen des Design-Wettbewerbs ADFT. Woran arbeiten Sie und wie unterscheidet sich der Stil von Ihren Arbeiten als Modedesignerin?

Unsere ersten Entwürfe beinhalteten eine Reihe von Kissen, Decken und Poufs. Als erstes haben wir uns von geometrischen Mustern inspirieren lassen und versucht, diese mit dem typischen Stil unserer eigenen Marke zu kombinieren. Leider mussten wir einige Designs beiseitelegen, da wir niemanden gefunden haben, der uns diese in hoher Qualität fertigen konnte. Es hat sich herausgestellt, dass die Produktion von Wohntextilien eine echte Herausforderung ist, die uns jedoch sehr viel Freude bereitet.

Modedesignerin Sisi King

Was ist typisch für das Design Ihrer Heimat? Wie hat das Studium an der Londoner School of Oriental and African Studies Ihre Design-Ideen beeinflusst?

Ich glaube, die Besonderheit von Designs aus Afrika ist die stetige Erneuerung beziehungsweise Veränderung. Der Kontinent hat eine lange Tradition darin, neue Materialien und Formen an ursprüngliche Stile anzupassen. Daraus entsteht etwas richtig Spannendes. Auch während des Studiums haben wir uns mit den Besonderheiten des afrikanischen Kontinents beschäftigt. Schade, dass Afrika oft nur sehr einseitig betrachtet wird. Denn gerade die stetige Erneuerung oder Veränderung prägt unsere Kultur und Politik und beeinflusst die Künstler.

In Ihrer Collage sind viele auffällige Muster, strenge Linien und geometrische Formen zu sehen. Ist das auch der Stil Ihrer eigenen Marke ZikoAfrica?

Eine tolle Möglichkeit, kreativ zu werden

Ja, strenge Linien und Formen sind schon ein Markenzeichen von ZikoAfrica. Sonst wird Kunst aus Afrika häufig nur mit organischen Formen, Wirbeln und Tribals verbunden. Deswegen mögen wir es, unseren Kontinent in einem anderen Licht zu zeigen. Zudem mischen wir auch immer ein bisschen Art Déco und minimalistische Elemente mit ein. Hier kommen unsere britischen Wurzeln zum Vorschein.

Die Vision der Gründerin Waridi Schrobsdorff ist, das Bild Afrikas in den Köpfen der Menschen zu ändern und aufzuzeigen, wie vielfältig und kreativ Afrika sein kann. Was möchten Sie mit der Teilnahme erreichen?

In erster Linie hoffen wir, dass Menschen aufhören, Afrika nur durch die negative Brille zu sehen und auch das Talent und das Handwerk bemerken, das dieser Kontinent innehat. Zudem möchten wir, dass unsere Marke für die Menschen erschwinglich ist. Also nicht nur einem ausgewählten Käuferkreis zur Verfügung steht – egal ob innerhalb oder außerhalb Europas. Wir freuen uns darauf, der Welt Designs aus Afrika zu zeigen.

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