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Im Interview mit der Künstlerin Ute Rathmann

Die Künstlerin Ute Rathmann lässt sich von den Größen der Kunstgeschichte inspirieren und erschafft Illustrationen, die den Körper und seinen Bezug zur Mode verbildlichen. Grazile Bleistiftskizzen treffen hierbei auf kräftige Gouache und sanfte Pastellfarben, die ein stimmungsvolles und stets bewegtes Bild ergeben. Da einige ihrer Werke neu in der URBANARA Kunstkollektion zu finden sind, haben wir sie in ihrem Berliner Atelier besucht.

Sie arbeiten an Ihren Werken in Ihrem eigenen Atelier in Berlin. Beeinflusst dieser Ort Ihre Kunst und wenn ja, inwiefern?

Berlin ist eine aufregende Stadt und ich genieße es sehr, hier leben zu können. Ich habe in Berlin studiert und meine persönliche Handschrift im Laufe der Jahre entwickelt. Dazu hat natürlich auch die spezielle Atmosphäre dieser Stadt beigetragen - und die vielen anderen Künstler, denen ich hier begegnet bin und mit denen sich zum Teil enge Kooperationen ergeben haben.

Viele Ihrer Arbeiten vermitteln ein Gefühl von Haute Couture Illustrationen. Welche Rolle spielen Textur, Farben und Muster in Ihren Arbeiten?

Kleidung spielt eine sehr, sehr wichtige Rolle in meiner künstlerischen Arbeit. Ich bin gelernte Herrenschneiderin und habe Modedesign an der Kunsthochschule Weißensee studiert. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, dass Mode - oder besser gesagt, Kleidung, Kostüm, Verkleidung, mein künstlerisches Motiv ist, das ich zeichnerisch erfassen möchte. Stoffe, Farben und Muster faszinieren mich umso mehr, sobald sie mit dem menschlichen Körper in Zusammenhang stehen. Der bekleidete Mensch ist immer wieder die Quelle meiner Inspiration.

Sie zählen die alten Meister wie Klimt, Schiele, Toulouse-Lautrec und Goya zu Ihren Inspirationsquellen. Wer oder was inspiriert Ihre Arbeit noch? Vor allem die Arbeiten, die wir in unsere URBANARA Kunstkollektionen aufgenommen haben?

Alle Arbeiten, die auf URBANARA zu sehen sind, entstanden direkt vor dem lebenden Modell. Dieses Erlebnis inspiriert mich jedes Mal aufs Neue - Die organischen Formen des menschlichen Körpers und dessen Schönheit, die Linienführung einer Hand, die Zufälligkeit des Faltenwurfs, der Farbklang, die Kontraste.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag als Künstlerin aus?

Ich arbeite an drei bis vier Tagen in der Woche als Dozentin für Modedesigner, an den anderen Tagen arbeite ich Zuhause in meinem Atelier. Ich muss mich dabei nach dem Tageslicht richten, d.h. im Sommer kann ich länger zeichnen, im Winter nur bis ca. 15 Uhr; dann stimmen die Lichtverhältnisse nicht mehr. Es ist teilweise sehr frustrierend, dadurch zum Abbruch der Arbeit gezwungen zu werden. Ich arbeite immer an mehreren Werken gleichzeitig, da ich oft warten muss, bis etwas getrocknet ist. Während intensiver Arbeitsphasen igele ich mich zuhause ein, treffe mich weder mit Freunden, noch gehe ich ans Telefon. Ich muss mich dann konzentrieren können und reagiere ziemlich gereizt auf Ablenkungen. Dann gibt es aber auch wieder wochenlange Phasen, in denen ich nur wenig, oder auch gar nicht künstlerisch tätig bin.

Was möchten Sie, das die Betrachter beim Anschauen Ihrer Werke empfinden?

Am wichtigsten ist mir - und es gelingt leider nur selten - dass meine Arbeiten etwas ausstrahlen, das in dem Betrachter ein Gefühl der Faszination erzeugt. Meine Bilder sollen den Betrachter inspirieren und einen ausreichend großen Freiraum für die eigene Phantasie lassen. Ich möchte Schönheit erschaffen und andere Menschen damit berühren und erfreuen.

Was hängt bei Ihnen Zuhause an den Wänden?

An meinen Wänden habe ich nur sehr wenig hängen, nur ein paar meiner eigenen Arbeiten und eine große Illustration, die meine frühere Professorin Christine Perthen kurz vor ihrem Tod angefertigt hat. Sie war ein wichtiger Mensch für mich und hat mich sehr beeinflusst.

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