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URBANARA

Herkunft von Baumwolle

Herkunft

Baumwolle ist eine pflanzliche Faser, die seit Tausenden von Jahren eine wichtige Rolle bei der Produktion von Textilien spielt. Baumwolle wächst weltweit in vielen Gegenden, vor allem aber im so genannten “Baumwoll-Gürtel”, der vom 36. Breitengrad Süd und vom 43. Breiten grad Nord begrenzt wird. Dieses Gebiet umfasst die Länder Ägypten, USA, die Westindischen Inseln, Zentralamerika, Peru, Afrika, Israel, Indien, China und weitere asiatische Länder.

Um Baumwolle anzubauen, bedarf es einer langen frostfreien Phase, viel Sonne und etwas Regen. Baumwolle gedeiht außerdem am besten auf schweren Böden. Diese Voraussetzungen findet man meist in den Tropen und Subtropen der nördlichen und südlichen Hemisphäre. Vor allem in den “South Plains” in den USA sind die Bedingungen ideal. Deshalb befindet sich dort eines der größten Baumwollanbaugebiete weltweit.

Wie wird Baumwolle produziert? Kultivierung und Ernte von Baumwolle

Baumwollfasern werden aus der Frucht des Baumwollstrauches gewonnen, der zu den Malvengewächsen zählt. Er wird jährlich geerntet. 90% der weltweiten Baumwollproduktion stammen von Ernten des Baumwollstrauches. Die Sträuche
produzieren walnussgroße Früchte, die Baumwollsamen und Faserbüschel enthalten. Diese Faserbüschel, die aus bis zu fünf Zentimeter langen Samenhaaren sehr fein und ähneln tierischer Wolle.

Nach 8-10 Wochen bildet die Pflanze hellgelbe Blüten, die bestäubt werden und ihre Farbe von cremigem Gelb zu Rosarot wechseln. Anschließend fallen die Blüten ab und geben eine kleine, noch unreife walnussgroße Samenkapsel frei. Zehn Wochen lang wird die Kapsel durch das Wachstum der Fasern in ihrem Inneren größer. Nach
45 Tagen platzen die Baumwollkapseln schließlich auf und die weißen Faserbüschel quellen heraus.

Wenn sie trocknen, entstehen die weichen Fasern, die wir als Baumwolle kennen. Erst dann kann die Baumwolle gepflückt werden. Um Baumwolle zu ernten, werden die reifen Samen und Faserbüschel per Hand oder mit Pflückmaschinen geerntet. Handgeerntete Baumwolle hat eine höhere Qualität, da der Baumwollpflücker die reifen Früchte mit den am weitesten entwickelten Fasern auswählt. Diese Ernten beinhalten weniger Schalenreste und keine überreifen Früchte. Sie ergeben deshalb eine besonders gute Qualität der Baumwolle.

Aufgrund ihrer besonders langen Fasern, auch Stapelfasern genannt, dem gleichmäßigen Wuchs, ihrer Feinheit und der besonders reinen Farbe hat Baumwolle aus Ägypten, China und den USA die höchste Qualität.