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Wir laden zum Tee

Tee ist nach Wasser das meistkonsumierte Getränk der Welt. Bei Paper&Tea wird der Teekultur endlich die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt. Ergänzt werden die ausgewählten Spezialitäten durch kreativ puristische Papeterie-Produkte, die Lust auf Schreiben machen – Am besten bei einer Tasse Tee.
Das Ladengeschäft in der Bleibtreustraße in Berlin-Charlottenburg wirkt wie eine Mischung aus ästhetisch puristischem Concept-Store und Naturkundemuseum, durch die der Kunde entsprechend seiner Bedürfnisse navigieren kann. Und es ist eine Freude sich mit allen Sinnen durch die verschiedenen Tees zu testen, denn die Aromen lassen sich besonders gut mit der Nase erkunden. Das stilsichere Design schlägt eine schöne Brücke zwischen Papier und Tee und wer tiefer in die Teematerie eindringen möchte, kann an den regelmäßigen Seminaren teilnehmen oder in unserem Interview mit Tee-Experte Thomas Langnickel-Stiegler mehr erfahren:

Wann und wie hast Du Deine Leidenschaft für Tee entdeckt?

Es gibt eigentlich keinen Schlüsselmoment an den ich mich erinnern kann, aber meine ostfrieslandliebende Mutter hat mich sicher beeinflusst. Durch sie habe ich die ostfriesische Teekultur kennengelernt, zweifelsfrei Deutschlands einziger richtiger Tee. Aufgewachsen in den 80ern und 90ern ist mir darüber hinaus der Satz einer bestimmten Science-Fiction-Serie meiner Jugend im Gedächtnis geblieben: “Tee. Earl Grey. Heiß.”

Bei der Auswahl des Tees sollte man sich auf seinen eigenen Geschmack verlassen

Warum tut eine Tasse Tee so gut?

Aus wissenschaftlicher Sicht würde ich sagen, es liegt am Theanine, eine Aminosäure, die fast ausschließlich in der Teepflanze für schwarzen und grünen Tee vorkommt. Theanine wird über das Blut direkt ins Gehirn transportiert und fördert die Produktion von Alpha-Wellen, die ein Gefühl von entspannter Wachheit und Stressresistenz unterstützen. Im ganzheitlichen Sinne hat Tee die Eigenschaft angenehm wärmend und gleichzeitig anregend zu wirken. Es ist eine Freude einen kalt gebrühten japanischen Sencha Tee am Morgen zu schlürfen! Und noch etwas, der sinnliche Genuss eines aufmerksamen Brühens von losen Teeblättern bringt einen bereits in eine ruhige ausgeglichene Stimmung.

Mit welchem Tee lässt es sich am besten entspannen?

Ich empfehle eigentlich immer, sich auf seinen Geschmackssinn zu verlassen. Im Grunde geht es ja darum den Tee zu finden, der einem selbst in dem Moment am besten tut. Tee-Experte Thomas Langnickel-Stiegler Ich genieße beispielsweise sehr gerne eine Tasse Sweet Dew, einen einzigartigen Weißen Tee aus Taiwan, der mit seiner aromatischen Feinheit und Komplexität den regionalen Oolong Teesorten in nichts nachsteht. Am Abend trinke ich mehr koffeinfreie Kräutertees – man weiß einfach nicht, was einem entgeht bevor man eine Tasse Lavendel Tisane getrunken hat.

Ist der Teebeutel wirklich das Tee-Äquivalent zum Instantkaffee?

Teebeutel haben den Ruf der größte Feind eines anspruchsvollen Teetrinkers zu sein. Im Grunde ist das Problem allerdings nicht der Teebeutel selbst, sondern sein Inhalt: Kleinste Blattteilchen, die in der Teeindustrie auch als Teestaub bezeichnet werden. Diese Blattreste haben einen Großteil ihrer Aromen bereits verloren. Daher ist es fast unmöglich, mit einem Beutel einen richtig aromatischen Tee zu brühen.

Gibt es eine besondere Brühtechnik, die Sie empfehlen?

Ich empfehle die einfache aber effektive Methode des Gongfu-inspirierten Teebrühens. Alles was man dafür braucht, ist eine Brühkanne, eine Teeschale, um den Tee von den aufgegossenen Blättern zu trennen, und ein paar Teetassen. Wenn ich es eilig habe, mache ich es mir mit einer taiwanesischen Teekanne und einer japanischen Raku-Schale noch einfacher.

Gibt es eine lustige Anekdote zu Tee?

Ich bin nicht sicher wie lustig die folgende Geschichte ist aber vielleicht ist sie für diejenigen interessant, die sich schon oft gefragt haben, wie viel loser Tee für eine Teekanne benötigt wird. Wussten Sie, dass die Bezeichnung Teelöffel tatsächlich in der Teezubereitung seinen Ursprung hat? Es ist eine einfache Art die richtige Menge an Teeblättern zu messen – ca. 3 Gramm für eine mittelgroße taiwanesische Teekanne.


Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns auf den Winter – ein Grund mehr Tee zu trinken.

Das Interview wurde auf Englisch geführt und auf Deutsch übersetzt.

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