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Zu Besuch bei „Coco Lapine“-Bloggerin Sarah Van Peteghem

Die belgische Designerin und Bloggerin von Coco Lapine Design sprach mit uns über ihre Inspirationsquellen, ihre Liebe zu monochromem Interior und den Weg zum eigenen Stil.

Du bist ursprünglich aus Belgien und wohnst jetzt in Berlin. Was hat Dich nach Berlin verschlagen und seit wann wohnst Du hier?

Ich bin vor vier Jahren hierher gezogen, um als Designerin zu arbeiten. Zeitgleich bin ich mit meinem Freund zusammengezogen. Ein weiteres Abenteuer war also, die gemeinsame Wohnung gemeinsam zu gestalten und einzurichten.

Beeinflussen Dich Berlin und Belgien in Deiner Kreativität, in Deinem Stil?

Zunächst musste ich in Berlin erst einmal herausfinden, wo es Möbel gibt, die zu mir passen. Nach und nach habe ich gefunden, wonach ich suchte. Am stärksten inspiriert mich nordisches Design. Das kombiniere ich mit dem rauen, industriellen Look, den ich in Berlin vorgefunden habe. Dazu gibt es hier diese kleinen, gemütliche Coffee Shops, deren Atmosphäre ich auch aus Antwerpen kenne und als Inspirationsquelle nutze: die Kombination aus dieser Wärme und dem kühlen und neutralen nordischen Stil. Beide Stile, beide Städte beeinflussen mich also, genauso wie meine Besuche in Schweden, Dänemark und Finnland.

Wie kam es dazu, dass Du über Innenarchitektur, Interior Design, einen Blog begonnen hast?

Ich habe angefangen zu bloggen, als wir nach Berlin gezogen sind. Die neuen Eindrücke, meine Suche nach schönen Stücken für unsere Wohnung, waren so aufregend, dass ich die Erfahrungen teilen musste. Mit der Zeit sind das Bloggen und das Thema Wohndesign ein Teil von mir geworden, den ich nicht mehr missen möchte. In meinem Blog teile ich meine kreativen Einflüsse und Ideen, dazu poste ich auch Bilder meiner eigenen Wohnung und meiner Arbeit im Bereich Interior Styling. Das möchte ich mit der Community teilen, andere inspirieren. Eben auch mit meinen eigenen Stil.

Wo wir gerade bei Tipps und Anregungen sind: Du stellst ja auch viele DIY Projekte vor. Woher kommen die Ideen und was findest Du daran besonders toll?

Die meisten Ideen entstehen tatsächlich oft aus der Not heraus. Man sieht etwas und möchte es gerne haben. Dann überlege ich mir, wie ich das gewünschte Objekt selbst herstellen kann. Das spart oft Geld und man hat was Einzigartiges geschaffen.

Dein Blog und Deine Boards bei Pinterest lassen eine gewisse Liebe zu Schwarz-Weiß mit vielen Grautönen vermuten. Was schätzt Du an diesem Look, wie setzt man die Töne zu Hause am besten ein?

Ich liebe monochrome Inneneinrichtungen, weil sie so eine Ruhe ausstrahlen. Natürlich mag ich auch Farben als solche, aber sie müssen sorgfältig eingesetzt werden, Farbton wie Menge. Das Schöne am recht neutralen Monochrom-Stil ist, dass eine hohe Kombinierbarkeit gegeben ist, alles passt gut zusammen. Zuhause habe ich zum Beispiel darauf geachtet, dass die Möbel neutral sind, also schwarz, weiß oder in einem Holzton. Bei den anderen Elementen und Wohnaccessoires kann ich dann etwas mutiger werden. Auf diese Weise kann man ein neues Farbschema versuchen, ohne unnötig Geld auszugeben. Und wenn man die Farben satt hat, tauscht man eben die Kissenbezüge aus – nicht das Sofa.

Dein persönlicher Stil zeigt eine stringente Linie. Wie können Suchende ihren eigenen Stil finden, z.B. mit Pinterest, Instagram und Blogs, ohne einfach nur jemand anderen zu imitieren?

Den eigenen Stil zu finden, das ist ein Prozess. Es kann helfen, Inspiration durch verschiedene Inneneinrichtungen zu bekommen. Dann jedoch sollte man in sich gehen und überlegen, was es genau ist, dass den Stil so interessant macht. Sind es die Farben und wie sie eingesetzt wurden? Oder ist es ein bestimmtes Produkt? Oder ist es das Klare, Schlichte, Aufgeräumte? Fragen auf diese Antworten können schon eine Richtung für den eigenen Stil vorgeben, ohne dass gleich die komplette Einrichtung geändert werden muss. Kleine Schritte auf dem Weg zum geliebten eigenen Stil sind besser, um die Entwicklung und den Geschmack zu beobachten. Jedenfalls sollte nicht alles neu und auf einmal gekauft werden, sondern eher mit der Zeit. Beim Experimentieren mit einem neuen Stil sollte am besten mit einzelnen Accessoires vorgefühlt werden.

Jetzt ist die Zeit, in der Nebel und kühlere Temperaturen Einzug halten. Was machst Du am liebsten, wenn Du Dein Wochenende zu Hause verbringst?

Bei grauem, kalten Wetter ziehe ich mich am liebsten aufs Sofa unter eine warme Decke zurück und trinke eine gute Tasse Tee. So verbringe ich gern Zeit, in der ich mich nur auf mich konzentriere. Und im Winter ist es so entspannend. Gewöhnlich zünde ich mir ein paar Kerzen an, lese in Magazinen oder schaue fern. Obwohl die Berliner Winter bekanntlich lang und kalt sind, liebe ich genau diese Momente in meiner Wohnung, eigentlich freue ich mich schon, wenn es wieder soweit ist!

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