Im Jahre 2009 wurden weltweit ca. 24 Millionen Tonnen Baumwolle produziert. Als wesentliche Anbaugebiete gelten: China mit über 33%, Indien mit 22%, die USA mit 12% und Pakistan mit 8%. In Europa wird Baumwolle nur in nennenswerten Mengen in der Türkei (ca. 2%) und Griechenland (unter 1%) erzeugt.

Ägyptische Baumwolle

Zu besonderer Berühmtheit ist in Europa die ägyptische Baumwolle gelangt. Diese wird nur in sehr geringen Mengen produziert (ca. 125.000 Tonnen; 0,5% der Weltproduktionsleistung) und ist für ihre besonders langstapeligen Sorten berühmt. Durch den knappen Anbau und die besonderen Eigenschaften hat sie somit einen besonderen Wert. Somit sind also Produkte wie zum Beispiel Handtücher aus ägyptischer Baumwolle besonders wertvoll.

Baumwolle aus der Provinz Xinjiang

Die „Xinjiang Baumwolle“ ist nach ihrer ursprünglichen Anbauregion, in der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas, benannt. Aufgrund sehr günstiger klimatischer Bedingungen und hervorragender Bodenbeschaffenheit zählt die Provinz zu den wichtigsten Agrarregion Chinas, deren vorrangige Kulturpflanze neben Weizen, Mais, Reis und Hopfen die extra langstapelige Baumwolle ist. Diese aus Xinjiang stammende Qualität macht ungefähr 95% des Gesamtherstellungsvolumens der hochwertigen extralangstapeligen Sorten Chinas aus. Am Weltmarkt ist China mit über 33% der weltstärkste Baumwollproduzent. Mit einer Länge von 38-55mm zählt die Xinjiang-Qualität zum Extralangstapel und damit zu den feinsten Qualitäten weltweit.