Die Atlasbindung ist eine Webart zur Fertigung von Geweben aus Baumwolle, Seide oder Wolle. Sie zeichnet sich aus durch eine Anzahl von mindestens fünf Kett- und Schussfäden. Jeder Kettfaden hat nur einen Bindungspunkt und die Steigungszahl ist größer als eins. Die Anzahl der Fäden in einem Bindungsrapport und die Steigungszahl dürfen keinen gemeinsamen Teiler haben. Hierdurch entsteht eine verstreute Aufteilung der Bindungspunkte ohne direkten diagonalen Verbund.

Durch die Hebung nur eines Kettfadens pro Schuss im Bindungsrapport entsteht ein sog. Schussatlas, durch die Senkung nur eines Kettfadens im Bindungsrapport ein sog. Kettatlas.
Das Ergebnis ist ein glattes, edel glänzendes Gewebe mit einem weichen Griff.